Warum wir ein eigenes internes Unternehmenssystem entwickeln

Wir bauen Marken auf und entwickeln auch die Systeme für unsere Arbeit. Bei AllonOak entsteht ein internes Unternehmenssystem. Zu den vorgesehenen Bereichen gehören die Erfassung von Verkaufsdaten, Management-Dashboards, die Anbindung sozialer Medien und die Bestandsverwaltung. Das System ist noch nicht live. Hier beschreiben wir die Fragen hinter der Entwicklung und wie die einzelnen Teile zusammenwirken sollen.

Zuerst klären, welche Fragen das Unternehmen beantworten muss

Eine Umsatzsumme allein sagt wenig darüber aus, wie sie zustande kommt. Welchen Zeitraum umfasst sie? Aus welchem Vertriebskanal stammen die Daten? Sind Rücksendungen oder nachträgliche Korrekturen berücksichtigt? Auch eine übersichtliche Oberfläche hilft nur begrenzt, wenn mehrere Tools dieselben Vorgänge unterschiedlich abbilden.

Deshalb beginnen wir bei den Informationen hinter den Zahlen: Woher kommt ein Eintrag, was bedeutet er und wer braucht ihn als Nächstes? Dieser Zusammenhang soll leichter nachvollziehbar werden. Dafür muss nicht jede vorhandene Software ersetzt werden. Wir wollen gezielt prüfen, wo eine gemeinsame Ansicht oder eine kleine interne Anwendung nützlich wäre.

Verteilte Daten, ein gemeinsamer Überblick

Einzelne Werkzeuge

  • E-Mail
  • Shop-Bestellungen
  • Werbung
  • Kundenservice
  • Lagerbestand
Verknüpfte Geschäftsdaten

Ein Überblick mit nachvollziehbaren Quellen

Umsatz nach Zeitraum
Bestandsabweichungen
Offene Fragen
Konzeptdarstellung. Unser internes System ist in Entwicklung und noch nicht im Einsatz.

Verkaufsdaten und Dashboards brauchen gemeinsame Definitionen

Verkaufsdaten und Management-Dashboards gehören zum vorgesehenen Umfang. Eine Ansicht sollte eine konkrete Frage beantworten, etwa wie sich Verkäufe über verschiedene Zeiträume entwickeln oder welche Zahlen geprüft werden müssen. Der Weg zu den Quelldaten soll erkennbar bleiben, damit auffällige Werte untersucht werden können.

Vor dem ersten Diagramm stehen deshalb die Berechnung, der Berichtszeitraum und die Aktualisierung. Eine Zahl vom Vortag darf nicht wie ein Live-Bestand aussehen. Beim Vergleich von Kanälen muss außerdem klar sein, ob die Zahlen dasselbe beschreiben. Das ist wichtiger als eine möglichst große Sammlung von Kennzahlen.

Bestände und soziale Medien im Zusammenhang betrachten

Auch die Bestandsverwaltung ist vorgesehen. Dabei muss das System erfasste Bestände von Schätzungen und geplanten Bewegungen unterscheiden. Ein prüfenswerter Hinweis könnte ein Widerspruch zwischen zwei Datenquellen sein, nicht nur ein niedriger Lagerbestand. Die zuständige Person muss erkennen können, was zu prüfen ist.

Die Anbindung sozialer Medien gehört ebenfalls zum geplanten Umfang. Daraus folgt nicht, dass jede Handlung automatisch erfolgen soll. Eine gemeinsame Übersicht über geplante Inhalte und zugehörige Informationen könnte ein sinnvoller Anfang sein. Veröffentlichungen, Angebotsänderungen und Zusagen an Kunden brauchen klare Berechtigungen und passende Freigaben.

So sollen die Informationen zusammenfließen

Der geplante Ablauf führt Daten zusammen, prüft ihre Bedeutung und stellt die benötigten Informationen der zuständigen Person bereit. Die Details stimmen wir auf verfügbare Quellen und Zugriffsrechte ab.

  1. Daten zusammenführen

    Autorisierte Geschäftsdaten verwenden und Quelle sowie Datum erhalten.

  2. Prüfen und ordnen

    Begriffe definieren, fehlende Werte markieren und Widersprüche zur Prüfung vorlegen.

  3. Arbeit sichtbar machen

    Relevante Zahlen und Aufgaben in Dashboards oder internen Ansichten darstellen.

  4. Prüfen und entscheiden

    Die zuständige Person untersucht eine Abweichung und entscheidet über den nächsten Schritt.

Beispielhafte Lösung. Umfang und Umsetzung hängen von Ihren Systemen, Berechtigungen und Anforderungen ab.

So durchläuft ein Datensatz das System

Bestellung

  1. Erfassen

    Bestellnummer, Kanal und Datum beibehalten.

  2. Prüfen

    Währung, Dubletten und Pflichtfelder prüfen.

  3. Speichern

    Nachvollziehbaren Datensatz in der Datenbank speichern.

  4. Optionale KI

    Bei Bedarf Abweichungen zusammenfassen; Summen nach festen Regeln berechnen.

  5. Prüfen und nutzen

    Umsatz im vereinbarten Zeitraum mit Quellenverweisen anzeigen.

Retoure

  1. Erfassen

    Retourenreferenz und ursprüngliche Bestellung erfassen.

  2. Prüfen

    Zuordnung prüfen und zeitliche Abweichungen markieren.

  3. Speichern

    Retoure mit der ursprünglichen Bestellung verknüpfen.

  4. Optionale KI

    Angegebene Retourengründe zur Prüfung gruppieren.

  5. Prüfen und nutzen

    Retouren neben Umsatz- und Bestandsfragen darstellen.

Kundennachricht

  1. Erfassen

    Nachricht mit dem zulässigen Geschäftskontext erfassen.

  2. Prüfen

    Zugriff prüfen und unnötige personenbezogene Felder entfernen.

  3. Speichern

    Nur die für die Aufgabe erforderlichen Angaben speichern.

  4. Optionale KI

    Thema und Entwurf anhand freigegebener Informationen vorschlagen.

  5. Prüfen und nutzen

    Eine Person prüft den Entwurf vor dem Versand.

Daten fehlen oder widersprechen sich? Datensatz zur Prüfung zurückhalten, statt die Lücke stillschweigend zu füllen.

Konzeptdarstellung. Unser internes System ist in Entwicklung und noch nicht im Einsatz.

Mit einem überprüfbaren Teil beginnen

Jede Ergänzung braucht einen klaren Zweck und eine Möglichkeit zur Prüfung. Bei einem Bericht bedeutet das den Abgleich mit den Quelldaten. Bei einem internen Vorgang müssen neben dem normalen Ablauf auch fehlende Angaben, doppelte Einträge und nicht erreichbare Dienste berücksichtigt werden.

Zugriffsrechte, Sicherungen und Dokumentation gehören von Anfang an dazu. Ein System ist nicht allein deshalb einsatzbereit, weil eine Oberfläche Daten anzeigt. Nutzer müssen erkennen können, wann eine Ansicht aktualisiert wurde, welche Aussagen sie nicht erlaubt und wie sich Fehler berichtigen lassen.

Mit einer Verbindung starten. Gezielt erweitern.

  1. Eine Schnittstelle
    Eingang
    Eine freigegebene Quelle
    Nutzbares Ergebnis
    Datierte, nachvollziehbare Datensätze
    Abnahmeprüfung
    Import mit den Quelldaten vergleichen.
  2. Eine Umsatzansicht
    Eingang
    Geprüfte Verkaufsdaten
    Nutzbares Ergebnis
    Bericht mit vereinbarten Definitionen
    Abnahmeprüfung
    Einen bekannten Zeitraum vor der Nutzung abgleichen.
  3. Bestandsabweichungen
    Eingang
    Bestände und vereinbarte Schwellenwerte
    Nutzbares Ergebnis
    Prüfliste für Abweichungen
    Abnahmeprüfung
    Fehlende, doppelte und veraltete Daten testen.
  4. Service und Social Media
    Eingang
    Freigegebene Nachrichten und Redaktionspläne
    Nutzbares Ergebnis
    Entwürfe und Aufgaben mit Zuständigkeit
    Abnahmeprüfung
    Berechtigungen prüfen; Veröffentlichung nur nach Freigabe.
Konzeptdarstellung. Unser internes System ist in Entwicklung und noch nicht im Einsatz.

Was wir im Laufe der Entwicklung teilen möchten

Dieser Beitrag ist der Auftakt eines Entwicklungstagebuchs. Wir möchten die Entscheidungen hinter dem System zeigen: ein Problem aus den Tests, eine geänderte Funktion oder einen einfacheren Ansatz, der besser passte. So wird auch der Weg zur Lösung nachvollziehbar.

Für andere Unternehmen, die über ein internes System nachdenken, sind dieselben Ausgangsfragen hilfreich: Welche Entscheidung ist heute schwierig? Welche Daten werden dafür gebraucht? Wer muss handeln? Die Antworten geben einer ersten Version eine Aufgabe, bevor die technische Umsetzung festgelegt wird.

Welche Entscheidung braucht einen besseren Überblick?

Beschreiben Sie, welche Informationen Ihr Team benötigt, wo sie heute liegen und was es damit tun soll. Daraus lässt sich der Umfang eines internen Systems ableiten.

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